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Das Debattenprogramm der 3. Woche der Kritik

News 2017

Das Debattenprogramm der 3. Woche der Kritik

Das Debattenprogramm der 3. Woche der Kritik

Peaches, Liu Zhenyun, Irene von Alberti, Armin Linke – Das Debattenprogramm der 3. Woche der Kritik

Von einer Musikerin über einen Fotografen bis zu Schriftstellern und natürlich Filmkritiker_innen und Filmemacher_innen reicht das Spektrum der Gäste bei der dritten Woche der Kritik. Bei der vom Verband der deutschen Filmkritik begleitend zur Berlinale ausgerichteten Reihe folgt an jedem Abend auf die Präsentation eines Filmprogramms ein Gespräch über aktuelle Fragen von Filmkultur, -politik und -ästhetik. Gefördert wird die Woche der Kritik erneut von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

Das Leitthema der Auftaktkonferenz, die Frage nach der Rolle des Politischen im Kino, wird an verschiedenen Abenden wieder aufgegriffen. So sprechen etwa die Berliner Filmemacherin Irene von Alberti und der venezolanische Journalist Manuel Silva-Ferrer über das Verhältnis des Apparats der Filmproduktion zum politischen System, in das es eingebettet ist („Apparat“, 14. Februar). Die Musikerin Peaches und der Filmkurator Julian Ross gehen der Frage nach, auf welche Weise Subkulturen, die oft mit gesellschaftlichen Minderheiten verbunden sind, aus ihren Nischen ausbrechen und in die Kultur des Mainstreams hineintreten oder -wirken („Ausbruch“, 11. Februar). Auch am Abschlussabend geht es unter dem Titel „Überschwang“ um die Frage nach dem Politischen im Film: Gibt es neben Filmen, die sich sehr explizit politischen Themen widmen, andere Möglichkeiten des politischen Filmemachens, etwa durch überbordende Erzählweisen? Wie kann eine Reichhaltigkeit in Stoff und Form das Publikum einladen, eigene Vorstellungen zu entwickeln? („Überschwang“, 16. Februar)

Gefördert wird die Woche der Kritik erneut von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Die bpb fördert bereits seit vielen Jahren die Auseinandersetzung mit dem Medium Film in der politischen Bildungsarbeit und stärkt das Konzept der Veranstaltung, Filme durch Debatten zu begleiten und Impulse an der Schnittstelle von gesellschafts- und kulturpolitischen Fragestellungen zu setzen.

Die Reihe beginnt mit der Auftaktkonferenz „Lost in Politics“ am Abend des 8. Februars im silent green Kulturquartier. Vom 9. bis 16. Februar finden die Film- und Debattenabende im Hackesche Höfe Kino in Berlin-Mitte statt. Alle Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr. Die Links zum Ticketverkauf und viele weitere Informationen gibt es auf www.wochederkritik.de.

 

Das komplette Programm der 3. Woche der Kritik:

Donnerstag, 9. Februar 2017

Futur

The Human Surge (El auge del humano)

R: Eduardo Williams, AR/BR/PT 2016, 100 Min.

Heute berechnen Instrumente und Menschen die Zukunft. Zukunftsbilder gelten als planbar und fest. Wie kann Film Zukunftsdenken wieder von diesen Setzungen befreien und zur freien Spekulation anregen?

Gesprächspartner_innen: Armin Linke, Fotograf und Filmemacher // Dana Linssen, Filmkritikerin // in Anwesenheit von Regisseur Eduardo Williams.

Freitag, 10. Februar 2017

Spielraum

Green White Green

R: Abba T. Makama, NG 2016, 102 Min.

Sarah Winchester (Sarah Winchester, opéra fantôme)

R: Bertrand Bonello, FR 2016, 24 Min.

Von Regeln, die befolgt und umgangen werden. Von Positionen und wie sie eingenommen werden. Von Perspektiven, die zugelassen und ermöglicht werden. In Anwesenheit von Abba T. Makama

Gesprächspartner_innen: Didi Cheeka, Filmkritiker // Jutta Brückner, Autorin und Regisseurin // in Anwesenheit von Regisseur Abba T. Makama

Samstag, 11. Februar 2017

Ausbruch

Aroused by Gymnopedies (Jimunopedi ni midareru)

R: Isao Yukisada, JP 2016, 81 Min.

The Headless Appearance

R+K: Bori Máté, HU 2017, 2 Min.

Der Blick von außen verkennt manchmal innere Wahrheiten. Wie werden Kunstwerke abgestempelt? Wie entstehen Grenzen und Zugänge in der Karriere eines Films – und nach welcher Logik?

Gesprächspartner_innen:  Peaches, Musikerin // Julian Ross, Filmkurator

Sonntag, 12. Februar 2017

Unfertig

California Dreams

R: Mike Ott, US 2017, 85 Min.

Unabgeschlossene Werke sind in den meisten Kunstgattungen geläufig. Wie kann sich auch das Kino einem Kunstverständnis öffnen, das Verflechtungen zwischen Filmen und prozesshaftem Arbeiten zulässt?

Gesprächsparter_innen: Violeta Kovacsics, Filmkritikerin // Margit Schild, Künstlerin // in Anwesenheit von Regisseur Mike Ott

Dienstag, 14. Feburar 2017

Apparat

I Am Not Madame Bovary (Wo bu shi Pan Jinlian)

R: Feng Xiaogang, B: Liu Zhenyun, CN 2016, 139 Min.

Der Apparat zur Herstellung und Verbreitung von Filmen befindet sich in einem System politischer Ordnung. Wie regelt sich das Verhältnis dieser Apparate, können sie sich voneinander lösen?

Gesprächsparter_innen: Irene von Alberti, Regisseurin und Produzentin // Manuel Silva-Ferrer, Journalist und Kommunikationswissenschaftler // in Anwesenheit von Drehbuchautor Liu Zhenyun

Mittwoch, 15. Februar 2017

Taumel

Let the Summer Never Come Again (Lass den Sommer nie wieder kommen)

R+K: Alexandre Koberidze, DE 2017, 202 Min.

Sich Filmbildern auszusetzen, bedeutet immer auch Kontrolle aufzugeben. Der Avantgardefilm thematisiert das ausdrücklich. Wir fragen, was uns in Taumel versetzt und was diesen Zustand ausmacht. In Anwesenheit des Regisseurs Alexandre Koberidze.

Gesprächsparter_innen: Ruth Anderwald, Künstlerin und Kuratorin // Pip Chodorov, Filmemacher und Verleiher // in Anwesenheit von Regisseur Alexandre Koberidze

Donnerstag, 16. Februar 2017

Überschwang

Planetarium

R: Rebecca Zlotowski, FR/BE 2016, 106 Min.

Fuddy Duddy

R: Siegfried A. Fruhauf, AT 2016, 5 Min.

Der Raum scheint oft begrenzt für mäandernde Werke, die die Mittel vermehren und ihre Wirkung dem Zufall überlassen. Kann Überschwang unerwartete Ambivalenzen schaffen und Bilder in uneindeutige, lebendige Formen verwandeln?

Gesprächsparter_innen: Hannah Pilarczyk, Filmkritikerin, u.a.
Die Woche der Kritik ist eine Veranstaltung des Verbands der deutschen Filmkritik e.V., gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

 

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