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Gäste 2020

Konferenz 2020: Cinema plural

Senem Aytaç

Nach dem Studium der Psychologie schloss Senem Aytaç ihren M.A. in Film und Fernsehen ab. Von 2001 bis 2005 arbeitete sie in der Film-TV-Abteilung der Istanbuler Bilgi Universität als Lehrassistentin und lehrte danach an verschiedenen Institutionen. Seit 2004 ist sie Mitglied der Chefredaktion des monatlichen Kinomagazins ALTYAZI. Zwischen 2006 und 2017 war sie zudem als Redakteurin tätig. Derzeit ist sie Projektkoordinatorin und Vizepräsidentin der Kinovereinigung Altyazı, die sie ebenfalls mitbegründet hat. Sie schreibt über Film, organisiert und unterrichtet Filmseminare.

Senem Aytaç (© Furkan Üstel)
Oliver Bassemir (© Kevin Förstner)
Oliver Bassemir

Oliver Bassemir, geboren 1990. Er studierte Germanistik und Philosophie und seit 2015 Experimentalfilm an der HfBK Hamburg. 2017 begründete er mit der Cineastischen Keimzelle den Versuch eines subversiven Kinos. Er ist Vorstandsmitglied der Analogfilmwerke Hamburg. Der Fokus seiner Arbeit liegt auf der Frage, wie und warum audiovisuelle Kunst im 21. Jhd. noch eine gesellschaftlich relevante und politisch einschlagende Ausdrucksform sein kann und muss. Seine Arbeitsweise ist stark geprägt von Erfahrungen langer Aufenthalte im Ausland, sowie philosophischen Fragestellungen.

Stefan Butzmühlen

Stefan Butzmühlen ist Filmemacher und Mitbegründer von Grandfilm. Er studierte zuerst in Wien Schauspiel und später Filmregie in Potsdam. Als Filmemacher drehte er mehrere Kurzfilme, darunter den in Oberhausen ausgezeichneten Spielfilm „Nach Klara“. Sein erster Langfilm „Sleepless Knights“ feierte seine Premiere im Forum der 63. Berlinale und wurde auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt. Als Verleiher engagiert er sich für den internationalen Autor*innen-Film.

Stefan Butzmühlen (© privat)
Annekatrin Hendel (© Martin Farkas)
Annekatrin Hendel

Produzentin/Regisseurin. In Ostberlin geboren, gründete sie nach Designstudium, freiberuflicher Arbeit als Szenenbildnerin für Theater und Film 2004 die Filmproduktionsfirma IT WORKS! Medien GmbH und produzierte dort erfolgreich 25 Spiel- und Dokumentarfilme. Seit 2011 führt sie auch selbst Regie („Schönheit & Vergänglichkeit“, „Familie Brasch“, „Fünf Sterne“, „Fassbinder“, „Anderson“, „Vaterlandsverräter“, „Flake“). Ihre Filme sind preisgekrönt und starteten allesamt auf renommierten Festivals wie: Berlinale, IDFA, Münchner Filmfest. Annekatrin Hendel hat zwei Kinder und ist Mitglied des Vorstandes der Deutschen Filmakademie.

Marianna Kaplatzi

Marianna Kaplatzi (geboren in Athen, Griechenland) hat Kulturwissenschaften, Filmtheorie und -geschichte und Übersetzung studiert. Seit 2006 arbeitet sie u.a. als Filmkuratorin, Forscherin sowie im Bereich Kommunikation/PR mit Filminstitutionen, Filmfestivals, kulturellen Organisationen und Kinematheken in Griechenland, Großbritannien, Deutschland und auf Zypern zusammen. Seit 2018 ist sie Mitglied des in Athen ansässigen Filmkollektivs “Balkan Can Kino”. Ihre jüngsten Forschungsinteressen konzentrieren sich auf unabhängige Kinoprojekte und alternative Filmkurationen, Ausstellungen und Verleih.

Marianna Kaplatzi (© privat)
Jessica Kiang (© privat)
Jessica Kiang

Jessica Kiang ist eine internationale Kritikerin der Zeitschrift Variety. Sie berichtet über Festivals in Europa, Asien und Nordamerika. Sie schreibt außerdem regelmäßig für Sight & Sound, BBC Culture und The Playlist, wo sie fünf Jahre lang als Redakteurin für Features tätig war. Sie war Mitglied von Festivaljurys weltweit, von Island über Rumänien bis Ägypten, und war zuletzt Jurymitglied des Platform-Wettbewerbs beim Toronto International Film Festival 2019. Sie lebt in Berlin – oder zumindest bewahrt sie dort ihre Sachen auf.

Doris Kittler

Filmemacherin und Filmfestivalkuratorin. Aus der Passion, den Blick auf scheinbare Nebensächlichkeiten zu richten und Zusammenhänge zu ergründen, widmet sie sich nach dem Studium der Bühnen- und Kostümgestaltung der Fotografie, entdeckt während eines 2-jährigen Aufenthaltes in Sibirien die Filmkamera für sich und produziert seither Dokumentarfilme (Buch, Regie, Kamera, Schnitt, Produktion). Ihr Interesse ist auf Zivilcourage und Best-Practice-Beispiele außerhalb des Mainstreams fokussiert. Seit 2018 engagiert sie sich bei der Initiative #KlappeAuf mit Filmkolleg*innen künstlerisch/politisch gegen Verhetzung und Entsolidarisierung.

Doris Kittler (© Martin Juen)
Anuj Malhotra (© Sukhan Saar)
Anuj Malhotra

Anuj Malhotra ist Kritiker, Kurator und Kulturaktivist aus Neu-Delhi, Indien. Er ist Mitbegründer des Filmkollektivs Lightcube und hat das theoretische Modell für das Dhenuki Cinema Project mitkonzipiert, ein Projekt, das die Bevölkerung in ländlichen und halbstädtischen Gebieten Indiens durch das Medium Film mobilisiert. Zudem gibt er die Zeitschrift Umbra heraus, die sich der Untersuchung der Topographien des alternativen Films in Indien widmet, und übernimmt die kuratorischen Aufgaben für The Garga Archives, ein digitales Museum über Leben und Werk des prominenten Filmhistorikers B.D. Garga.

Aleksandra Milovanović

Aleksandra Milovanović, Ph.D., ist außerordentliche Professorin an der Fakultät für Schauspielkunst in Belgrad. Sie ist Autorin des Buches „Towards the New Media, Transmedial Narratives Between the Film and Television“ (2019) und theoretischer Arbeiten wie „Serbia: Reco(r)ding Cinematic Turn“ (2020), „Navigating Through Layers of Digital Platforms: Immersive Balkan Experience“(2019) usw. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Bearbeitung von hochwertigen Dokumentarfilmen: „The other side of everything“ (Turajlić 2017), „Cinema Komunisto“ (Turajlić 2011), „Vukovar, Final Cut“ (Baljak 2006). Sie ist Mitglied von NECS und DokSerbia.

Aleksandra Milovanović (© Milica Drakulić)
Franz Müller (© Kerstin Hehmann)
Franz Müller

Filmemacher (Autor/Produzent/Regisseur)
Mitherausgeber der Filmzeitschrift Revolver
Filme: „Science Fiction“, „Die Liebe der Kinder“, „Leichtmatrosen“, „Worst Case Scenario“, „Milliarden Jahre vor dem Weltuntergang“, „Happy Hour“
In der Entwicklung: „The Diaries of Adam and Eve“, Das Glück der Tüchtigen“, Frauen im Sommer“, Curling Stones“, Traveling Light“
Lebt in Köln und Berlin

Jan Overhausen

Jan Overhausen ist gebürtiger Freiburger und Absolvent der Technischen Universität München. Er ist aktueller Preisträger des SWR3 Comedy-Förderpreises 2019 und aus irgendeinem Grund auch studierter Biochemiker. Nach dem Studium hat es ihn erst zu Sky verschlagen, bevor er dann 2016 mit Stand-Up-Comedy angefangen hat. 2019 hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Er war Teil der regulären Live-Shows des Quatsch Clubs in Berlin und dessen TV Show und 2020 feiert er seine Premiere bei einer regulären Nightwash-Show. Seine Sketche sind auf den Plattformen von MySpass.de zu sehen. 2019 war er im großen Jahresfinale der Quatsch Comedy Club Talentschmiede sowie des Nightwash Talent Awards.

Jan Overhausen (© JEN_ENDOM 137)
Branka Pavlović (© Branka Pavlović)
Branka Pavlović

Branka Pavlović ist Filmemacherin, Redakteurin, Pädagogin und Videokünstlerin. Sie absolvierte ein Studium in Film- und TV-Schnitt an der Fakultät für Film, Fernsehen, Theater und Radio in Belgrad sowie das Masterstudium Kunst im Kontext an der Universität der Künste in Berlin. Sie arbeitete als Film- und Fernsehredakteurin für RTV B92 Belgrad sowie als Trainerin und Mentorin für internationale Film- und Video-Workshops, u.a. das Dokumentarfilm-Camp Free Zone Jr.. Sie ist als Kunstpädagogin, freiberufliche Cutterin, Kamerafrau, Mitarbeiterin der türkisch-deutschen Performancekünstlerin Nezaket Ekici und Co-Direktorin des Free Zone Human Rights FF Belgrad tätig. Zudem arbeitet sie am Zentrum für digitale Systeme der Freien Universität Berlin an mehreren Projekten.

Suraj Prasad

Suraj Prasad ist Mitbegründer und Technologieleiter von Lightcube sowie Herausgeber von Umbra, einer vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift für unabhängiges Kino in Indien. Er erhielt das ARThink SouthAsia Fellowship 2018, ist Mitglied von NETPAC und war in mehreren NETPAC-Awards-Juries vertreten. Über Lightcube hat er rund 350 Filmvorführungen in ganz Indien organisiert, viele davon in ländlichen Gebieten. Als Bachelor of Engineering in Elektronik und Instrumentierung wechselte Prasad in die Welt des Films, nachdem er etwa vier Jahre Radiosendungen moderiert und Radioprogramme produziert hatte. Er ist auch im Theaterbereich von Neu-Delhi aktiv und hat in letzter Zeit Interesse an immersivem Theater und experimentellem Kino gefunden.

Suraj Prasad (© Anuj Malhotra)
Carmen Schmöl (© Carmen Schmöl)
Carmen Schmöl

Carmen Schmöl ist Wissenschaftlerin, Autorin und Filmkuratorin. Sie hat einen Abschluss in Philosophie, Literatur und Wirtschaft der Freien Universität Berlin und der Humboldt Universität zu Berlin. Seit Beginn ihres Studiums ist sie von den Arbeiten von Gilles Deleuze und Félix Guattari beeinflusst. Zu ihren jüngsten Forschungsinteressen gehören die „hors-champs“ des zeitgenössischen experimentellen Kinos und die Spielarten des Spätkapitalismus. Zurzeit schließt Schmöl ihr Masterstudium der Deutschen Literatur an der Humboldt Universität zu Berlin ab, wo sie seit 2019 forschungsbasierte Seminare gibt, in deren Mittelpunkt der kapitalistische Realismus und der Akzelerationismus sowie deren Verschränkung mit zeitgenössischen kinematografischen Bildwelten stehen.

Girish Shambu

Girish Shambu lehrt Nachhaltigkeit am Canisius College in Buffalo, New York. Er ist außerdem Film-Blogger, Wissenschaftler und Kritiker. Er schreibt u.a. für die Online-Kolumne „Quorum“ von Film Quarterly. Er ist Autor des Buches  „The New Cinephilia“ (2014) über die Filmkultur im Internet, und von zwei kürzlich erschienenen Essays, die in den sozialen Medien weit verbreitet wurden: „Time’s Up for the Male Canon“ und dem Manifest „For a New Cinephilia“ – beide erschienen in Film Quarterly.

Girish Shambu (© Tanya Loughead)
Judith Siegmund (© Ulrike Bernard)
Judith Siegmund

Judith Siegmund ist Professorin für Gegenwartsästhetik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Dort baut sie mit anderen zusammen den Campus Gegenwart auf. Sie kommt aus der Philosophie und der bildenden Kunst und war von 2011 bis 2018 Juniorprofessorin für Theorie der Gestaltung/Ästhetische Theorie sowie Gendertheorie an der UdK Berlin, wo sie das Forschungsprojekt »Autonomie und Funktionalisierung« mit installiert hat. Zum Thema filmischen Arbeitens publizierte sie „Empathie und Verkörperung im Material. Überlegungen zur dokumentarischen Filmarbeit“ in: Malte Hagener/Íngrid Vendrell Ferran (Hg.): Empathie im Film, Transcript 2017.

Evi Stamou

Evi Stamou ist Filmemacherin, Videokünstlerin und Kuratorin und lebt derzeit in Athen. Ihre Werke wurden auf internationalen Filmfestivals, Videokunstfestivals und Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Griechenland und im Ausland gezeigt. Als Kuratorin hat sie mit den wichtigsten griechischen Institutionen und Kulturinitiativen zusammengearbeitet, die sich mit experimentellem Kino beschäftigen. Seit 2018 gehört sie zum Programmierteam von Balkan Can Kino.

Evi Stamou (© Pietro Radin)

Auto Agitation

Oliver Bassemir (© Kevin Förstner)
Oliver Bassemir

Oliver Bassemir, geboren 1990. Er studierte Germanistik und Philosophie und seit 2015 Experimentalfilm an der HfBK Hamburg. 2017 begründete er mit der Cineastischen Keimzelle den Versuch eines subversiven Kinos. Er ist Vorstandsmitglied der Analogfilmwerke Hamburg. Der Fokus seiner Arbeit liegt auf der Frage, wie und warum audiovisuelle Kunst im 21. Jhd. noch eine gesellschaftlich relevante und politisch einschlagende Ausdrucksform sein kann und muss. Seine Arbeitsweise ist stark geprägt von Erfahrungen langer Aufenthalte im Ausland, sowie philosophischen Fragestellungen.

Dorota Lech

Dorota Lech ist eine in Polen geborene, in Toronto und Los Angeles ansässige Programmerin und unabhängige Kuratorin. Seit 2013 arbeitet sie für das Toronto International Film Festival als Programmleiterin für Discovery, ein Schaufenster für neue Talente, Stimmen und Kino aus der ganzen Welt sowie als internationale Programmerin für das mittel- und osteuropäische Kino. Sie produziert das Hot Docs Forum, ist zudem Programmerin beim Tallinn Black Nights Film Festival und hatte zuvor Positionen beim National Film Board of Canada und beim World Congress of Science & Factual Producers inne. Sie hat einen doppelten M.A. in Politikwissenschaft und Gender Studies der McGill University und schreibt für Vanity Fair.

Dorota Lech (© privat)
Ivana Mladenović (© Alex Galmeanu)
Ivana Mladenović

Ivana Mladenović ist als Regisseurin von fiktionalen Kurz- und Dokumentarfilmen bekannt geworden. Ihre Werke wurden weltweit auf zahlreichen Festivals gezeigt. Ihr Spielfilmdebüt „Soldiers. Story from Ferentari“ feierte 2017 auf dem Toronto International Film Festival Premiere und lief im Wettbewerb auf dem Internationalen Filmfestival von San Sebastián (Special Mention Sebastiano Award). Er erhielt den Prix Decouverte beim FIFF Namur, den Cineuropa-Preis beim IFF Triest, die Besondere Erwähnung New Talent Grand Pix beim CPH PIX und die Auszeichnung für das beste Debüt auf dem Transilvania International Film Festival. Für „Turn Off the Lights“, der 2012 auf dem Tribeca IFF Premiere hatte, erhielt Mladenović „Das Herz von Sarajevo“ für den besten Dokumentarfilm.

Girish Shambu

Girish Shambu lehrt Nachhaltigkeit am Canisius College in Buffalo, New York. Er ist außerdem Film-Blogger, Wissenschaftler und Kritiker. Er schreibt u.a. für die Online-Kolumne „Quorum“ von Film Quarterly. Er ist Autor des Buches  „The New Cinephilia“ (2014) über die Filmkultur im Internet, und von zwei kürzlich erschienenen Essays, die in den sozialen Medien weit verbreitet wurden: „Time’s Up for the Male Canon“ und dem Manifest „For a New Cinephilia“ – beide erschienen in Film Quarterly.

Girish Shambu (© Tanya Loughead)

Trouble Feature

Andrey Arnold (© Andrey Arnold)
Andrey Arnold

Geboren in Moskau (1987); Filmkritiker für die österreichische Tageszeitung Die Presse; schreibt auch für andere Medien über Film; gelegentlich Kurator von Filmprogrammen, meist als Teil der Think-Do-Gruppe „Diskollektiv“.

Silvia Maglioni / Graeme Thomson

Silvia Maglioni und Graeme Thomson sind Filmemacher*innen und Künstler*innen, die mit ihrer Arbeit die porösen Grenzen zwischen Fiktion und Dokumentation ausloten. Ihre Spielfilme, darunter „In Search of UIQ“ und „Facs of Life“, wurden auf zahlreichen internationalen Festivals wie FID-Marseille, IFFR, Thessaloniki IFF, Bafici und Jihlava gezeigt. Ihre forschungsbasierte Praxis in Form von Installationen, Publikationen, Soundworks, Performances und „volkstümlichen Technologien“ wurde in Museen und Kunsträumen auf der ganzen Welt präsentiert, u.a. im Centre Pompidou, MACBA, HKW, REDCAT, Khoj New Delhi und im Brisbane MOMA.

Silvia Maglioni / Graeme Thomson (© Maglioni / Thomson)
Martin Thomson (© privat)
Martin Thomson

Martin Thomson, * 1985 in Dormagen, hat Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien studiert. Er ist Filmkritiker mit Veröffentlichungen in Schnitt, Falter, Die Presse. Filmkurator für das „Diskollektiv“, einem Verein für innovative Kinoveranstaltungen, mit dem er seit Jahren auf diversen Festivals (u.a. „Crossing Europe“, „Diagonale“) die „Trouble Features“ präsentiert. Und Filmwissenschaftler mit Schwerpunkt auf medienphilosophische Fragestellungen, die etwa das Verhältnis zwischen Tod und Bild oder die besondere Bedeutung kinematografischer Blendungseffekte betreffen.

Anmut irreal

Dennis Lim

Dennis Lim ist Programmdirektor bei Film at Lincoln Center. Dort ist er in den Auswahlkomitees für das New Yorker Filmfestival und New Directors/New Films tätig und betreut die drei ganzjährig stattfindenden Filmvorführungen der Organisation. Zuvor war er redaktioneller Leiter des Museum of Moving Image und Filmredakteur der Village Voice. Dennis Lim ist zudem Autor einer kritischen Biographie über David Lynch („The Man From Another Place“, 2015), hat Beiträge für The New York Times, Artforum, Film Comment und Cinema Scope geschrieben sowie Filmstudien in Harvard und Kunstkritik an der NYU gelehrt.

Dennis Lim (© Getty)
Sebastián Lojo (© Nicholas Nazari)
Sebastián Lojo

Sebastián Lojo ist ein in Guatemala-Stadt, Guatemala, geborener Regisseur und Kameramann. Seit seinem mit Auszeichnung abgeschlossenen Studium an der Londoner Filmschule und der Nominierung für den Panalux-Preis (Beste Kamera) hat er Spiel- und Kurzfilme in Ländern wie Malaysia, Libanon, Kanada, Italien, Großbritannien, den USA, Guatemala und der Türkei gedreht. „Los Fantasmas“ ist sein erster Spielfilm als Regisseur sowie der erste Film aus Guatemala, der jemals beim Internationalen Filmfestival Rotterdam in der Sektion „Bright Future“ konkurrierte.

Hélène Louvart

Hélène Louvart ist eine französische Kamerafrau. 2018 wurde sie bei den Film Independent Spirit Awards für „Beach Rats“ von Eliza Hittman und 2010 bei den Gaudí Awards für „Petit Indi“ von Marc Recha nominiert. Für den 3D-Dokumentarfilm „Pina“ (2011), der bei den 84. Academy Awards als deutscher Beitrag für den besten fremdsprachigen Film ausgewählt wurde, arbeitete sie mit dem deutschen Regisseur Wim Wenders zusammen. Louvart erhielt 2012 den WIFTS Foundation Cinematographer Award, 2013 den Preis für den besten 3D-Dokumentarfilm bei Camerimage für „Pina“ und 2018 den Marburger Kamerapreis. Sie arbeitete auch mit der französischen Regisseurin Agnès Varda und der italienischen Regisseurin Alice Rohrwacher zusammen.

Hélène Louvart (© privat)

Streitgespräch

Senem Aytaç (© Furkan Üstel)
Senem Aytaç

Nach dem Studium der Psychologie schloss Senem Aytaç ihren M.A. in Film und Fernsehen ab. Von 2001 bis 2005 arbeitete sie in der Film-TV-Abteilung der Istanbuler Bilgi Universität als Lehrassistentin und lehrte danach an verschiedenen Institutionen. Seit 2004 ist sie Mitglied der Chefredaktion des monatlichen Kinomagazins ALTYAZI. Zwischen 2006 und 2017 war sie zudem als Redakteurin tätig. Derzeit ist sie Projektkoordinatorin und Vizepräsidentin der Kinovereinigung Altyazı, die sie ebenfalls mitbegründet hat. Sie schreibt über Film, organisiert und unterrichtet Filmseminare.

Abba T. Makama

Abba T. Makama ist ein Filmemacher aus Nigeria. Sein Debütfilm „Green White Green“ hatte 2016 seine Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival. Seitdem wurde er auf über 20 internationalen Filmfestivals gezeigt, darunter auf dem Stockholm International Film Festival, der Woche der Kritik und dem Carthage Film Festival. Der Film wurde weltweit auf Netflix und Canal Plus vertrieben. Seine zweiter Film „The Lost Okoroshi“ hatte 2019 ebenfalls auf dem TIFF seine Premiere und wurde anschließend beim BFI London gezeigt.

Abba T. Makama (© privat)
Wilfred Okiche (© Berlinale)
Wilfred Okiche

Wilfred Okiche ist einer der einflussreichsten Kritiker*innen, die im nigerianischen Kulturraum arbeiten. Er sieht sich in der glücklichen Lage, von seiner Liebe zum Kino zu profitieren. Er hat an Kritiker*innenprogrammen in Berlin, Rotterdam, Locarno und Durban teilgenommen. Er hat über das Sundance Film Festival sowie Filmfestivals in Stockholm und Lagos berichtet. Seine Arbeit erschien in verschiedenen lokalen Print- und Online-Medien. Okiche hat auch in der Auswahlkommission des Africa International Film Festival (AFRIFF) gearbeitet und war in verschiedenen Jurys internationaler Filmfestivals vertreten. Er ist Mitglied von FIPRESCI und tweetet unter dem Namen @drwill20

Distanzen brechen

Karim Aïnouz

Karim Aïnouz ist preisgekrönter Filmemacher, Drehbuchautor und bildender Künstler. Sein Debüt als Regisseur war „Madame Satã“ (Cannes Un Certain Regard, 2002). Er hat bei über 15 Filmen Regie geführt, u.a. „Nardjes A.“ (Berlin Panorama, 2020), „Central Airport THF“ (Berlin Amnesty Prize 2018), „Futuro Beach“ (Berlin Wettbewerb 2014), „The Silver Cliff“ (Cannes Director’s Fortnight 2011) und „Love for Sale“ (Venice Horizons 2006). 2019 erhielt er mit dem Film „Invisible Life“ in Cannes Un Certain Regard den Hauptpreis. Der Film wurde mit mehr als 50 Preisen weltweit ausgezeichnet. Aïnouz ist zudem Mentor für Drehbuchautor*innen am brasilianischen Institut Porto Iracema das Artes und Mitglied der Academy of Motion Pictures Arts and Science.

Karim Aïnouz (© Bob Wolfenson)
Valentina Pedicini (© Riccardo Ghilardi)
Valentina Pedicini

Valentina Pedicini absolvierte das Studium der Filmregie an der Zelig International School of Documentary. Ihr Dokumentarfilm „Dal Profondo“ wurde mit dem Solinas-Preis ausgezeichnet, gewann auf dem Roma-Filmfestival, erhielt eine Besondere Erwähnung der Nastri D’Argento und wurde für den David di Donatello nominiert. Im Jahr 2016 drehte sie den Kurzfilm „Era Ieri“ (Venice International Film Critics Week). Das von Fandango produzierte fiktionale Debüt „Where Shadows Fall“ war 2017 bei den Filmfestspielen von Venedig (Giornate degli Autori) zu sehen. Der Dokumentarfilm „Faith“, produziert von Donatella Palermo mit Rai Cinema, ist ihr jüngstes Werk (2019, Internationaler Wettbewerb Idfa Filmfestival).

S.C.R.I.B.E.

1988 in Nantes geboren, S.C.R.I.B.E. ist Dichter und Drehbuchautor. Nach seinem Treffen mit Larry Clark 2010 wurde er von dem Regisseur und Fotografen gebeten, ein Drehbuch über die Pariser Jugend zu schreiben und in die Handlung ein jugendliches Prostitutionserlebnis einzubeziehen. S.C.R.I.B.E. schrieb daraufhin „The Smell of Us“ (2014) und leitete das Jugend-Casting. Seine Gedichte wurden in Ausstellungen in Paris und Barcelona gezeigt und im Stück „Intimités“ von François Stemmer aufgeführt. Heute bereitet S.C.R.I.B.E. seinen ersten Kurzfilm vor und arbeitet mit der französischen Regisseurin Jessica Palud an ihrem zweiten Spielfilm zusammen.

S.C.R.I.B.E. (© Sandrine Landais)
Helena Wittmann (© privat)
Helena Wittmann

Helena Wittmann wurde 1982 in Neuss, Deutschland, geboren. Sie studierte zunächst Spanisch und Medienwissenschaften in Erlangen und Hamburg und besuchte anschließend die Hochschule für bildende Künste in Hamburg (HFBK), die sie 2014 abschloss. Ihre Arbeiten, darunter ihr erster Spielfilm „Drift“ (2017) sowie die Kurzfilme „21,3°C“ (2014) und „Wildnis“ (2013), wurden international auf Filmfestivals und Ausstellungen gezeigt. Helena Wittmann arbeitet und lebt in Hamburg, Deutschland.

Streitgespräch

Xanaé Bove

Xanaé Bove ist Journalistin. Sie schreibt Filmkritiken, interviewt „edgy“ Regisseure für die Webseite Culturopoing und recherchiert zu Freaks, Spaß und Fakten für die Zeitschrift Gonzaï. Außerdem hat sie bei 10 Kurzfilmen und Videos Regie geführt, die sich an der Grenze zwischen Fiktion und Experiment bewegen und auf vielen Festivals gezeigt wurden. Ihr langer Dokumentarfilm „Ex-TAZ Citizen Ca$h“, der 2016 in Frankreich rauskam, war der erste Film, der die französischen Vorreiter der Cross-Over-Ära der frühen 90er Jahre zum Gegenstand hatte. Jetzt arbeitet Xanaé Bove an ihrem zweiten Dokumentarfilm, in dem sie immer noch Gegenkultur thematisiert.

Xanaé Bove (© Akiko Gharbi)
Jung Hyuk-ki (© privat)
Jung Hyuk-ki

Jung Hyuk-ki studierte Filmregie an der Nationalen Universität der Künste in Korea. Sein erster Kurzfilm, „Legend of Anuk“, lief im Wettbewerb des Seoul Independent Film Festival. Sein zweiter Kurzfilm „Dempseyroll: Confessions“ wurde zum Seoul Independent Film Festival und zum Mise-en-scène Short Film Festival eingeladen.„Dempseyroll: Confessions“ inspirierte zudem Jung Hyuk-kis ersten Spielfilm „My Punch-Drunk Boxer“.

Leonor Teles

Leonor Teles besuchte die Lissabonner Theater- und Filmschule (2013) und absolvierte ein Masterstudium in Audiovisueller und Multimedialer Kommunikation an der Lissabonner Schule für soziale Kommunikation (2015). 2016 gewann sie mit „Batrachian’s Ballade“ den Goldenen Bären bei den Berlinale Shorts und 2018 wurde ihr erster Dokumentarfilm „Terra Franca“ mit dem Prix International de la SCAM beim Cinéma du Réel, dem Prix de La Ville d’Amiens beim Festival d’Amiens und den Preis Mejor Opera Prima International beim Mar del Plata ausgezeichnet.„Dogs Barking at Birds“ ist Leonor Teles’ jüngster Kurzfilm. Derzeit entwickelt sie ihren ersten fiktionalen Spielfilm.

Leonor Teles (© Renato Cruz Santos)
Neil Young (© privat)
Neil Young

Neil Young (geb. 1971) ist ein Schriftsteller/Programmer/Filmemacher aus Sunderland UK, wohnhaft in Wien. Er schreibt u.a. für The Hollywood Reporter und Sight & Sound. Er nimmt jährlich an mehr als 25 Filmfestivals teil und ist seit 2001 in mehr als 40 Jurys vertreten, darunter die Semaine de la Critique in Cannes und andere in Venedig und Berlin. Er arbeitet für mehrere Festivals in der Programmgestaltung und Beratung, darunter die Viennale, EFF Palić (Serbien), Vienna Shorts und Kortfilmfestivalen (Norwegen). Im letzten Jahr hatte sein Film „Rihaction“ (103m) in Graz Weltpremiere und er debütierte als Schauspieler in Joanna Hoggs „The Souvenir“.

Slow Cinema Fast

Paula Gaitán

Paula Gaitán (Paris, 1952) ist eine kolumbianisch-brasilianische Filmemacherin. Sie wurde in Frankreich geboren und wohnt derzeit in São Paulo, Brasilien. Ihre erste Erfahrung mit dem Kino machte sie 1978 als künstlerische Leiterin des Cinema Novo-Klassikers „A Idade da Terra“ („Das Zeitalter der Erde“). Zehn Jahre später führte sie bei ihrem ersten Spielfilm „Uaká“ Regie. Seitdem hat sie bei Dutzenden von Spielfilmen, Videos, Fernsehserien und Installationen Regie geführt, darunter „Days in Sintra“ (2008), „The Volcano Exiles“ (2013) und ihr letzter Spielfilm „Subtle Interferences“ (2016) über das Verhältnis von Bild und Ton – ein Film über das Werk des Musikers Arto Lindsay.

Paula Gaitán (© privat)
Camilo Restrepo (© Camilo Restrepo)
Camilo Restrepo

Camilo Restrepo (1975, Medellín, Kolumbien) lebt und arbeitet in Paris, Frankreich. Seine Filme wurden auf Festivals wie dem Cannes Directors’ Fortnight, dem Toronto IFF oder dem New York IFF gezeigt. Er gewann zweimal den Pardino d’Argento beim IFF in Locarno. Sein erster Spielfilm „Los Conductos“ ist im Wettbewerb Encounters auf der Berlinale 2020 zu sehen.
Filmografie: La Bouche (2017) – Director’s Fortnight – Bester Film Gijon; Cilaos (2016) – Locarno Filmfestival – Silberner Pardino; La impresión de una guerra (2015) – Locarno Filmfestival – Silberner Pardino; Como crece la sombra cuando el sol declina (2014); Tropic Pocket (2011)

Lucía Salas

Lucía Salas ist eine argentinische Filmkritikerin, Programmerin und Filmemacherin. Sie studierte Bild- und Tondesign an der Universität von Buenos Aires sowie Ästhetik und Politik am CalArts. Sie arbeitete u.a. beim Internationalen Filmfestival Mar del Plata, bei BAFICI, bei Transcinema, beim Internationalen Filmfestival Rotterdam und bei der Documenta Madrid. Die meisten ihrer Arbeiten sind in der Zeitschrift La vida util zu lesen, die sie ebenfalls herausgibt. Zusammen mit LaSiberia Cine führte sie bei dem nichtfiktionalen Film „Implantación“ (2016) und mehreren Kurzfilmen Regie.

Lucía Salas (© privat)
Salka Tiziana (© Tom Otte)
Salka Tiziana

Salka Tiziana, geboren 1992, wuchs in einer spanisch-deutschen Familie in Barcelona auf. Sie begann ein Studium der Kunstgeschichte und Sozial- und Kulturanthropologie in Berlin und studierte später Film in Hamburg und Buenos Aires. „For the Time Being“ ist ihr Spielfilmdebüt.