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Coma

Malgré la nuit

Blue Dress

Sixty Six

Grandrieux, Fattahi, Klahr und Minaev - Die ersten Filme der 2. Woche der Kritik stehen fest.

In ihrer zweiten Ausgabe präsentiert die Woche der Kritik das neueste Werk des französischen Ausnahmeregisseurs Philippe Grandrieux. Avantgarde-Regisseur Lewis Klahr zeigt eine in über zehn Jahren entstandene Pop-Art-Collage, die jüngst im MoMA in New York Premiere feierte. Die syrische Dokumentarfilmerin Sara Fattahi legt ein intimes Portrait dreier Frauen-Generationen im Angesicht des Bürgerkriegs vor, während der ukrainische Regisseur Igor Minaev in einer fiktiven Spurensuche sein eigenes Werk unter der sowjetischen Zensur reflektiert.

Die ersten Filme im Programm

Der zwischen 2002 und 2015 entstandene Collagen-Film „Sixty Six“ von Lewis Klahr ist zugleich eigenständiges Werk und Retrospektive des New Yorker Filmkünstlers. In 12 Episoden entsteht ein hypnotischer Pop-Art-Traum. Comic-Superhelden treffen auf Welten der griechischen Mythologie – eine ikonografische Bilderreise durch die Zeit. Klahrs spezielle Cut-Out-Technik und ein faszinierendes Wechselspiel von Bild und Ton erzeugen eine gleichermaßen vergnügliche wie in den Bann ziehende Kinoerfahrung.

In „Coma“ erzählt die junge syrische Regisseurin Sara Fattahi auf subtile Weise vom Krieg, der vor den Fenstern ihrer Wohnung seinen Lauf nimmt. Der auf die Wohnräume und den Alltag dreier Frauen und Generationen begrenzte Blick macht die politischen Verhältnisse in der Hauptstadt Damaskus und die Einschnitte auf das Leben spürbar.

„Malgré la nuit“ (“Despite the Night”) ist das neueste Werk von Philippe Grandrieux. Wieder gelingt es dem Meister des extremen Kinos und der dunklen kinematografischen Verführung, eine radikal sinnliche und vor allem physische Filmerfahrung entstehen zu lassen. Sein neuester Film ist zugleich einer seiner emotionalsten: Erotische, offen sexuelle, experimentelle und tranceartige Beziehungen zwischen den Geschlechtern verdichten sich zu einem betörend leidenschaftlichen Reigen.

In „Blue Dress“ erinnert sich der 1954 geborene ukrainische Regisseur Igor Minaev an sein eigenes Filmschaffen unter der sowjetischen Zensur. Teils unveröffentlichte Kurzfilme der 1970er und 1980er Jahre bettet er in die fiktive Spurensuche eines Sohnes nach seiner Mutter ein, die Filmschauspielerin war. Eine Erinnerung an eine versunkene, zugleich cinephile und poetische Zeit.
Alle Filme werden als Deutschlandpremieren gezeigt. „Blue Dress“ feiert in der Woche der Kritik seine Weltpremiere.

Die WOCHE DER KRITIK findet vom 11. bis zum 18. Februar 2016 im Hackesche Höfe Kino Berlin statt. An sieben Abenden bildet jeweils ein Filmprogramm den Ausgangspunkt für eine weitergehende Debatte, die sich mit Fragen von Filmkultur, -politik und –ästhetik befasst.  Dabei werden vielfältige Formen des zeitgenössischen Filmschaffens präsentiert und diskutiert.

Die WOCHE DER KRITIK ist eine Veranstaltung des Verbands der deutschen Filmkritik e.V. in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.

Sixty Six
USA 2015
R: Lewis Klahr
Deutschlandpremiere

Coma
Syrien, Libanon 2015
R: Sara Fattahi
Deutschlandpremiere

Malgré la nuit (“Despite the Night”)
Frankreich/Kanada 2015
R: Philippe Grandrieux
Deutschlandpremiere

Blue Dress
Ukraine/Frankreich 2016
R: Igor Minaev
Weltpremiere

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