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Konferenz 2021

Konferenz 2021

Konferenz 2021

Konsequentes Handeln, Inkonsequentes Kino
Die Konferenz zur Woche der Kritik 2021

Zweiteilige Konferenz am Samstag 27. und 28. Februar 2021
Filme und Debatten vom 1. – 7. März 2021, online und optional im Hackesche Höfe Kino

Wie lässt sich Haltung zeigen? Und gibt es sie, da draußen auf den Leinwänden und Displays: die Bilderfolgen, die es ermöglichen, die Zukunft des Kinos inmitten einer Pandemie zu denken? Die Konferenz zur Woche der Kritik 2021 legt sich am Wochenende vor dem European Film Market mit einem filmphilosophischen Schwergewicht an: dem Begriff der Konsequenz. Unter dem Titel „Konsequentes Handeln, Inkonsequentes Kino“ erforschen wir die Idee der Folge und Folgerichtigkeit im Kino, im Kulturbetrieb und nicht zuletzt in der kritischen Praxis.

An zwei Nachmittagen versammelt die Konferenz Gäste und Fragen, um ästhetische Positionen in unmittelbaren Zusammenhang zum gesellschaftlichen Handeln zu stellen. Welche Strategien sind nach den zuletzt starken Einschränkungen des Film- und Festivalbetriebs nötig, um die Leinwände wieder in Bewegung zu versetzen? Wie viel Beharrlichkeit, wie viel Verspieltheit und welche Blauäugigkeit müssen sich diejenigen bewahren, die derzeit gegen alle Unwägbarkeiten weiter Filme drehen? Legt der Begriff Konsequenz automatisch eine Überzeugung nahe und wie verhält er sich etwa zu Konzepten wie Radikalität oder Unabhängigkeit?

Erste Gesprächsteilnehmer*innen sind bereits bestätigt. B. Ruby Rich lotet für uns in einem Vortrag aus, ob ihr Sinn für Konsequenz(en) sie als Redakteurin des Magazins Film Quarterly zu den richtigen Texten, Bildern und Entscheidungen führt. Mit den Filmemacher*innen Philip Scheffner und Merle Kröger („Havarie“, „Revision“) sowie der Philosophin Juliane Rebentisch („Die Kunst der Freiheit“) diskutieren wir unter dem Stichwort der Autonomie, wie Kunst und Kritik sich gegenseitig dazu herausfordern können, die größtmögliche ästhetische Freiheit zu erspüren und doch das Zeitgeschehen nicht aus dem Blick zu verlieren. Suneil Sanzgiri („Letter From Your Far-Off Country“) beleuchtet unter anderem, ob ein Film, der in sich stimmig ist, schon allein deshalb überzeugender wirkt und was das Herstellen starker Zusammenhänge mit Ideologie zu tun hat. Die Künstler*innen Garrett Bradley („Time“, „America“) und Kevin Jerome Everson („Tonsler Park“) ergründen mit uns, mit welchen Methoden sie sich in ihren Filmen zu gesellschaftlichen Spannungen in den USA positionieren. Ein Kurzfilmprogramm ihrer Arbeiten begleitet das Gespräch.

Die Woche der Kritik sieht sich aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin mit geschlossenen Kinos und Veranstaltungsorten konfrontiert. Derzeit ist daher ein Hybridprogramm geplant. Die Konferenz wird an zwei Nachmittagen online übertragen. Inwiefern zusätzlich eine physische Veranstaltung mit Publikum möglich sein wird, geben wir in Kürze bekannt. Unser Film- und Debattenprogramm präsentieren wir online sowie abhängig von weiteren Lockdown-Maßnahmen vor Ort im Hackesche Höfe Kino. Details zum Ablauf der Veranstaltung, zur physischen Durchführung sowie zu Akkreditierungsmöglichkeiten folgen in den nächsten Wochen.