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Editorial

Dieses Magazin und die Texte darin stammen zum Großteil von Filmexpert*innen. „Wer nur etwas von Film versteht, versteht nichts von Film“, würde darauf die feministische Filmtheoretikerin und ehemalige Kritikerin Gertrud Koch antworten. Sie erhielt vor einem Jahr den Ehrenpreis des Verbands der deutschen Filmkritik – eines Verbands, der die Woche der Kritik veranstaltet und als Ort der Expertise rahmt. „Verschweigen“ lautete der Titel einer Debatte, an der Gertrud Koch vor einigen Jahren im Rahmen der Woche der Kritik teilnahm. Sie hatte zu dem Titel und zu den beiden Filmen, die dabei zu sehen waren, viel zu sagen. Und hat es noch immer, denn das Gespräch ist noch einsehbar.

Im Internet fühlen sich die Aussagen, die Debatten, die Bilder aus den vergangenen sieben Jahren wie gleichzeitig an, treten in neue Dialoge. Ein Archiv von Diskussionen ist im Rahmen der Woche der Kritik entstanden, entsteht weiterhin. Jede Äußerung bleibt Teil des Spannungsfelds Kino, das die Woche der Kritik heute ausmacht. Eine Rahmung verschaffte sie sich in den besten Momenten immer wieder selbst, aus der Energie von Begegnungen heraus, in der Intensität der Diskussionen, die sie ermöglichte und provozierte. 

Dieser Text leitet das diesjähriges Magazin ein, bevor alle Texte eingetroffen sind, kurz bevor bei der Eröffnungskonferenz über die Zukunft diskutiert wird. Einige der Texte sollen die Fragen der Konferenz weiterführen, sich nicht mit dem singulären Moment begnügen, eine Abfolge des Denkens entstehen lassen, neue Rahmungen erfinden. Wir hoffen, dass die Beiträge dieses Magazins möglichst wenig verschweigen.