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Alle Details zum diesjährigen Themenschwerpunkt

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Alle Details zum diesjährigen Themenschwerpunkt

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Widersprechen, wieder sprechen – Grenzen und Potenziale von Streitkultur
Alle Details zum diesjährigen Themenschwerpunkt

Alle Programmpunkte zum Themenschwerpunkt der Woche der Kritik 2026 stehen fest. Insgesamt werden vier Veranstaltungen rund um das Thema Streitkultur stattfinden. Die Bewerbung für den Workshop im Rahmen des Themenschwerpunkts ist noch bis zum 31. Januar möglich. Im Rahmen unseres Online-Magazins, das in diesem Jahr von Gastredakteurin Amina Aziz betreut wurde, veröffentlichen wir außerdem in Kürze vertiefende Texte zum Schwerpunkt. Tickets für die Auftaktveranstaltung und den zugehörigen Filmabend gibt es auf der Website der Akademie der Künste bzw. des Hackesche Höfe Kino

Anlässlich der aktuellen Verwerfungen im Kulturbereich diskutieren wir im Rahmen der Woche der Kritik 2026 und dem Titel „Widersprechen, wieder sprechen“ die Idee der Streitkultur und die Bedeutung des Streitens für unvermeidbare gesellschaftliche Aushandlungen – in der Filmbranche und darüber hinaus. Und wir wollen fragen: Was hat Kritik mit Streit zu tun? Schließlich wurde die Woche der Kritik im Glauben gegründet, dass Streit notwendig und produktiv ist, lustvoll und einfühlsam sein kann. Filmfestivals und die Kinowelt brauchen den kritischen Einspruch, um Repräsentations- und Machtfragen zu stellen, und um die ästhetischen Möglichkeiten des Kinos in all ihrer Vielfalt zu präsentieren. Wir treten ein für ein öffentliches, kontroverses Nachdenken und Diskutieren, das in die Welt hineinwirken, das sie verändern will. Dabei will die Woche der Kritik auch Stimmen jenseits des Kinos zum Mitstreiten einladen: Positionen aus unterschiedlichen Bereichen wie Aktivismus, Zivilgesellschaft und Politik treffen auf Festivalmacher*innen, Filmemacher*innen und Kritiker*innen, um über das Kino und die Welt zu streiten.

Am 9. Februar ab 19 Uhr nähern wir uns im Rahmen unserer Auftaktveranstaltung in der Akademie der Künste Berlin einen Abend lang der Idee der Streitkultur. Erneut kooperieren wir hier mit der Sektion Film- und Medienkunst der Akademie der Künste. Nach einem Impulsvortrag von Heinz Emigholz (Filmemacher, Mitglied der Akademie der Künste) folgt ein Gespräch über die Idee der Streitkultur zwischen Heidi Salaverría (Philosophin, Professorin für Kunsttheorie und künstlerische Praxis) und Hengameh Yaghoobifarah (Schriftsteller*in, Redakteur*in), moderiert von Amina Aziz (Freie Journalistin). Anschließend lassen wir im Rahmen einer Streitperformance diskussionswütige Film- und Kunstexpertin*innen auf abgebrühte Rhetorik-Profis treffen, um Argumente auszutauschen und dabei unterschiedliche Blickwinkel auf das Konzept der Kritik selbst einzunehmen. Auf der Bühne begegnen sich Frédéric Jaeger (Filmemacher, Mitgründer und ehemaliger Künstlerischer Leiter der Woche der Kritik), Cem Kaya (Filmemacher), Canan Turan (ideologiekritische Filmwissenschaftlerin, Dramaturgin, Kuratorin), Dario Werner (Deutscher Vizemeister im Wettkampfdebattieren) und Susanna Wirthgen (Finalistin der deutschsprachigen Debattiermeisterschaften 2025, Politik- und Wirtschaftswissenschaftlerin). Die Regie, Dramaturgie und Moderation der Performance übernimmt der Schauspieler, Künstler und Streitformatentwickler Martin Muth, begleitet durch den Musiker Stephan Wortmann.

Im Hackesche Höfe Kino präsentieren wir am 13. Februar um 20 Uhr ein Filmprogramm mit anschließendem Gespräch. Zu sehen ist der umfassende Essayfilm Israel Palestine on Swedish TV 1958-1989, die jüngste Arbeit des schwedischen Regisseurs Göran Hugo Olsson. Mit dem Regisseur führen wir ein Nachgespräch zu seinem Arbeitsprozess und zur Wahrnehmung des Films seit seiner Veröffentlichung vor eineinhalb Jahren.

Ausgehend von Olssons Essayfilm bieten wir am 14. Februar von 10 bis 14 Uhr im Sinema Transtopia einen Workshop zur medialen Repräsentation des Nahostkonflikts an. Der Workshop wird einerseits Gelegenheit für ein vertiefendes Gespräch zur Archivarbeit des Regisseurs und seines Teams bieten, andererseits wollen wir die Fragen des Films auf die aktuelle Berichterstattung und die deutsche Medienlandschaft übertragen. Die Workshop-Teilnehmer*innen analysieren und diskutieren die Inhalte und ästhetischen Eigenheiten jüngerer TV-Berichte zum Nahostkonflikt. Im Rahmen des Workshops findet ein moderiertes Gespräch mit Göran Hugo Olsson und dem Fernsehproduzent Lars Säfström (SVT) statt, zudem wird es einen Impulsvortrag von Daniel Bax (Autor, Journalist, Redakteur) zu jüngeren Entwicklungen der Nahost-Berichterstattung sowie einen weiteren Impulsvortrag zur journalistischen Praxis geben. Die Moderation des Workshops übernimmt Irit Neidhardt (freie Autorin, Kuratorin, Referentin, Produzentin). Die Teilnehmer*innnenzahl ist begrenzt, daher ist zur Teilnahme eine kurze Bewerbung notwendig. Die Bewerbung ist bis zum 31. Januar möglich. Details zum Workshop finden sich auf unserer Webseite.

Schließlich werden wir unter dem Titel Agree to Disagree? am 14. Februar um 15:30 Uhr ebenfalls im Sinema Transtopia mit Ruth Beckermann (Filmemacherin), Peter Bradshaw (Filmkritiker, Redakteur), Emilie Bujès (Festivalleiterin, Vision du Réel) und Radu Jude (Filmemacher) die Bedeutung von Kontroversen in der Filmkultur diskutieren. Welche Rolle kommt der Kritik, den Medien, den Kurator*innen und den Künstler*innen selbst zu, wenn ein Streit zu einem Film größere Wellen schlägt? Was lässt sich aus Kontroversen über das Kino und die Kunst lernen – und über das Publikum und die Öffentlichkeit? 

Erneut widmet sich auch das Online-Magazin der Woche der Kritik unserem Themenschwerpunkt und untersucht den Streit als Motor privater und gesellschaftspolitischer Aushandlungen. Unsere Gastredakteurin Amina Aziz hat verschiedene Stimmen und Zugänge zur Streitfrage versammelt: Zain Assaad Salam analysiert die „Gen Z-Proteste“ in Nepal, Nelli Tügel fragt, wie linke Systemkritik und die Verteidigung des Bestehenden zusammengedacht werden können. Magda Albrecht berichtet vom Widerstand ihrer Rockband gegen Haushaltskürzungen, Tung Le untersucht anhand der Beispiele von Michelle Yeoh und Jackie Chan, warum Streit produktiv sein kann, und Dan Thy Nguyen beleuchtet die diskursive Regression im kulturpolitischen Betrieb in Deutschland. T.J. Bohlen lässt Klaus Kinski, Fritz Lang, Fassbinder und Co. über KI und Kino streiten, Nadin Mai erkundet das revolutionäre Potenzial des „Slow Cinema“, und Enrico Ippolito denkt in seiner intimen Kurzgeschichte „Streit!“ über unterschiedliche Streitkulturen nach.

Die Veranstaltungen des Themenschwerpunkts im Überblick:

9.Februar 2026, 19 Uhr
Ort: Akademie der Künste Berlin, Pariser Platz 4, 10117 Berlin
Auftaktveranstaltung

Einlass: 18:30 Uhr, Veranstaltung in deutscher und englischer Sprache

Tickets auf der Webseite der Akademie der Künste

Impulsvortrag von Heinz Emigholz (Filmemacher, Mitglied der Akademie der Künste)

Gespräch zwischen Heidi Salaverría (Philosophin, Professorin für Kunsttheorie und künstlerische Praxis) und Hengameh Yaghoobifarah (Schriftsteller_in, Redakteur_in)
Moderation: Amina Aziz (Freie Journalistin)

Pause

Streit-Performance, konzipiert von Martin Muth (Schauspieler, Künstler und Streitformatentwickler), begleitet durch den Musiker Stephan Wortmann
Gäste: Frédéric Jaeger (Filmemacher, Mitgründer und ehemaliger Künstlerischer Leiter der Woche der Kritik), Cem Kaya (Filmemacher), Canan Turan (ideologiekritische Filmwissenschaftlerin, Dramaturgin, Kuratorin), Dario Werner (Deutscher Vizemeister im Wettkampfdebattieren) und Susanna Wirthgen (Finalistin der deutschsprachigen Debattiermeisterschaften 2025, Politik- und Wirtschaftswissenschaftlerin)

Empfang

13. Februar 2026, 20 Uhr
Ort: ​​Hackesche Höfe Kino, Rosenthaler Str. 40–41, 10178 Berlin
Filmprogramm mit anschließendem Gespräch
Tickets auf der Webseite des Hackesche Höfe Kinos

Israel Palestine on Swedish TV 1958-1989 (Israel Palestina på Svensk TV 1958-1989)
R: Göran Hugo Olsson, SE 2024, 206 Min., schwedische OmeU

Gast: Göran Hugo Olsson


14. Februar 2026, 10-14 Uhr

Ort: Sinema Transtopia, Lindower Str. 20/22, Haus C, 13347 Berlin
Workshop zur medialen Repräsentation des Nahostkonflikts
Infos zur Bewerbung für den Workshop auf unserer Webseite

Gespräch mit Filmemacher Göran Hugo Olsson und dem Fernsehproduzent Lars Säfström (SVT)

Impulsvorträge, u. a. von Daniel Bax (Autor, Journalist, Redakteur) 

Moderation: Irit Neidhardt (freie Autorin, Kuratorin, Referentin, Produzentin)


14. Februar 2026, 15:30 Uhr

Ort: Sinema Transtopia, Lindower Str. 20/22, Haus C, 13347 Berlin
Podiumsdiskussion: Agree to Disagree? – Zur Bedeutung von Kontroversen in der Filmkultur
Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos.

Gäste: Ruth Beckermann (Filmemacherin), Peter Bradshaw (Filmkritiker, Redakteur), Emilie Bujès (Festivalleiterin, Vision du Réel) und Radu Jude (Filmemacher) 

Die Woche der Kritik 2026 findet vom 9. bis zum 17. Februar 2026 statt. Das Filmprogramm beginnt am Dienstag, den 10. Februar, im Hackesche Höfe Kino.

Programmübersicht der Woche der Kritik 2026

Pressekit: Download

Pressekontakt: Gloria Reményi, presse@wochederkritik.de

Konferenzmotiv: Filmstill aus Leben BRD (1990) © Harun Farocki GbR