Termine und Tickets der Woche der Kritik 2026
Das vollständige Filmprogramm und zahlreiche Gäste der Woche der Kritik 2026 stehen inzwischen auf unserer Webseite. Letzte Teilnehmer*innen, einen Ablaufplan zur Auftaktveranstaltung am 9. Februar sowie Informationen zu den weiteren Veranstaltungen zum Themenschwerpunkt Widersprechen, wieder sprechen – Grenzen und Potenziale von Streitkultur kündigen wir in den kommenden Tagen an.
Ab sofort sind Tickets für alle Film- und Debattenprogramme der Woche der Kritik im Vorverkauf erhältlich. Hier geht es direkt zum Ticketvorverkauf des Hackesche Höfe Kinos. Karten für die Auftaktveranstaltung gibt es auf der Webseite der Akademie der Künste. Details zum Programm der Veranstaltungen finden sich auf unserer Webseite.
Der Zugang zu den Veranstaltungen ist für berichterstattende Presse, Akkreditierte der Berlinale sowie Mitglieder des Verbands der deutschen Filmkritik (VdFk) kostenlos. Das Kontingent an Freitickets ist jedoch begrenzt. Wir bitten um Voranmeldung: Pressevertreter*innen und VdFk-Mitglieder wenden sich bzgl. unserer Gästeliste bitte an Gloria Reményi (presse@wochederkritik.de), Akkreditierte der Berlinale bitte an Elena Friedrich (akkreditierung@wochederkritik.de). Ein Kontingent an Restkarten wird vor Ort nach Verfügbarkeit an der Abendkasse vergeben. Eine Online-Buchung von Freikarten über das Hackesche Höfe Kino oder die Akademie der Künste ist nicht möglich. Wir bitten um Verständnis, dass wir aktuell keine eigene Möglichkeit zur Akkreditierung von Fachbesucher*innen anbieten können.
Alle Termine im Überblick
So 8. Feb
20:00 Uhr
Kneipenkino
Ort: tba
Unser Kick-Off-Abend, der Film- und Kneipenkultur verbindet: Wir ehren den kürzlich verstorbenen Filmemacher Rosa von Praunheim mit einem Screening seines Kultfilms Die Bettwurst, begleitet von Jan Eilhardts Kurzfilm Die Bierverweigerin – und gefolgt von einem interaktiven Thekengespräch.
DIE BIERVERWEIGERIN
R: Jan Eilhardt, DE 2025, 4 Min., deutsche OmeU
DIE BETTWURST
R: Rosa von Praunheim, DE 1971, 78 Min., deutsche OmeU
Mo 9. Feb
19:00 Uhr
Auftaktveranstaltung
Ort: Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin
Einlass: 18:30 Uhr, Veranstaltung in deutscher und englischer Sprache
WIDERSPRECHEN, WIEDER SPRECHEN – GRENZEN UND POTENZIALE VON STREITKULTUR
Es scheint schlecht zu stehen um die hierzulande viel gerühmte Streitkultur. Das Diskussionsklima in der deutschen Öffentlichkeit, so heißt es vielerorts, sei so vergiftet, die Gräben so tief und die Feindbilder so stark, dass die Streitkultur ernsthaft in Gefahr sei. Auch in den Kulturszenen vieler Länder scheint die Bereitschaft zu schwinden, miteinander offen und konstruktiv über Differenzen zu reden. Diese Tendenz hat sich nach dem 7. Oktober 2023 noch verstärkt. Doch was ist diese Streitkultur eigentlich? Warum ist sie bedroht, und warum ist sie überhaupt schützenswert? Anlässlich der aktuellen Verwerfungen im Kulturbereich diskutieren wir im Rahmen der Woche der Kritik 2026 die Idee der Streitkultur und die Bedeutung des Streitens für unvermeidbare gesellschaftliche Aushandlungen – in der Filmbranche und darüber hinaus. Und wir wollen fragen: Was hat Kritik mit Streit zu tun? Schließlich wurde die Woche der Kritik im Glauben gegründet, dass Streit notwendig und produktiv ist, aber auch lustvoll und einfühlsam sein kann.
Programm:
Diskussion zwischen Heidi Salaverría (Philosophin, Professorin für Kunsttheorie und künstlerische Praxis) und Hengameh Yaghoobifarah (Schriftsteller*in, Redakteur*in), moderiert von Amina Aziz (Freie Journalistin)
Streit-Performance, inszeniert und moderiert von Martin Muth (Streitformatentwickler, Moderator, Künstler) mit Musik von Stephan Wortmann und Gästen: Frédéric Jaeger (Filmemacher, Mitgründer der Woche der Kritik), Cem Kaya (Filmemacher), Canan Turan (Ideologiekritische Filmwissenschaftlerin, Dramaturgin, Kuratorin), Dario Werner (Deutscher Vizemeister im Wettkampfdebattieren), Susanna Wirthgen (Finalistin der deutschsprachigen Debattiermeisterschaften 2025, Politik- und Wirtschaftswissenschaftlerin)
Di 10. Feb
20:00 Uhr
Filmprogramm mit Carolyn Lazards Fiction Contract und der Weltpremiere von Worry Time, geschrieben von Emma Paetz und inszeniert von Tom Brennan. Danach folgt unsere erste Debatte im Format STEILVORLAGE, in dem neben den Filmemacher*innen auch die Filmkritikerin Eileen Jones als Mitglied der Auswahlkommission auf dem Podium sitzt.
Debattengäste: Tom Brennan, Eileen Jones, Emma Paetz
FICTION CONTRACT
R: Carolyn Lazard, C: Lorren Williams, Morenike Jegede, Adrielle El-Dyson Otoo, Lindsay Dallemand, Chinyere Ogbonna, K: Alex Ashe, US 2025, 9 Min., englische OF – Europäische Premiere
WORRY TIME
R: Tom Brennan, C: Emma Paetz, Stefanie Martini, Ben Aldridge, Afsaneh Dehrouyeh, Douggie McMeekin, K: Rob O’Kelly, GB 2025, 89 Min., englische OF – Weltpremiere
Mi 11. Feb
20:00 Uhr
Weltpremiere von Adilkhan Yerzhanovs neuem Film Turgaud, gefolgt von einer Debatte im Format HALBWISSEN: Die Moderation des Gesprächs kennt weder den Film noch die eingeladenen Gäste, und muss sich deshalb umso genauer an den Film herantasten.
Debattengäste u. a.: Tolganay Talgat
In Anwesenheit von: Adilkhan Yerzhanov
TURGAUD
R: Adilkhan Yerzhanov, C: Berik Aitzhanov, Anna Starchenko, Dias Baituov, Kuantay Abdimadi, Sharip Serik, K: Yerkinbek Ptyraliyev, KZ 2025, 123 Min., kas./russ. OmeU – Weltpremiere
Do 12. Feb
20:00 Uhr
Filmprogramm mit der Weltpremiere von Farina Mietchens Dokumentarfilm Hinterlegte Nummern und dem brasilianischen Film One Minute Is an Eternity for Those Who Are Suffering von Fábio Rogério und Wesley Pereira de Castro. Die anschließende Debatte findet in Form einer RUDELKRITIK statt: Drei Film- und Kulturkritiker*innen besprechen die beiden Filme des Abends.
Debattengäste u. a.: Vera Klocke
In Anwesenheit von: Farina Mietchen, Fábio Rogério
HINTERLEGTE NUMMERN
R: Farina Mietchen, K: Lukas Grubba, DE 2025, 20 Min., deutsche OmeU – Weltpremiere
ONE MINUTE IS AN ETERNITY FOR THOSE WHO ARE SUFFERING (UM MINUTO É UMA ETERNIDADE PARA QUEM ESTÁ SOFRENDO)
R: Fábio Rogério, Wesley Pereira de Castro, C: Wesley Pereira de Castro, Rosane Pereira de Castro, BR 2025, 62 Min., brasilianische OmeU – Deutschlandpremiere
Fr 13. Feb
20:00 Uhr
Das Filmprogramm zu unserem Themenschwerpunkt: Wir zeigen Göran Hugo Olssons monumentalen Archivfilm Israel Palestine on Swedish TV 1958–1989, gefolgt von einem Gespräch mit dem Regisseur.
Gast: Göran Hugo Olsson
ISRAEL PALESTINE ON SWEDISH TV 1958–1989 (ISRAEL PALESTINA PÅ SVENSK TV 1958-1989)
R: Göran Hugo Olsson, SE 2024, 206 Min., schwedische OmeU
Sa 14. Feb
10:00 Uhr
Ort: Sinema Transtopia, Lindower Str. 20/22, Haus C, 13347 Berlin
Inspiriert durch Olssons Film über die mediale Berichterstattung des Nahostkonflikts im schwedischen Fernsehen bieten wir einen Workshop zu dem Thema an, in dem wir auch auf die deutsche Medienlandschaft blicken wollen. Anmeldung zum Workshop über unsere Webseite.
Gäste u. a.: Göran Hugo Olsson, Lars Säfström
Sa 14. Feb
15:30 Uhr
Ort: Sinema Transtopia, Lindower Str. 20/22, Haus C, 13347 Berlin
Innerhalb unseres Themenschwerpunkts diskutieren wir außerdem, wie Kontroversen innerhalb der Filmkultur entstehen und ablaufen. Was lässt sich aus Kontroversen über das Kino und die Kunst lernen – und über das Publikum und die Öffentlichkeit?
Gäste: Ruth Beckermann, Peter Bradshaw, Emilie Bujès, Radu Jude
Sa 14. Feb
20:00 Uhr
Filmprogramm mit dem Regiedebüt der japanischen Comedian Yuriyan Retriever Mag Mag und Gabriel Abrantes’ animiertem Kurzfilm Arguments in Favor of Love, gefolgt von einer Debatte im Format REAKTIONSZEIT: Hier müssen die anwesenden Filmemacher*innen der Debatte mit unseren Gästen und dem Publikum erst zuhören, bevor sie selbst auf das Gesagte reagieren können.
Debattengäste u. a.: Florian Höhr, Yuriyan Retriever
MAG MAG (禍禍女)
R: Yuriyan Retriever, C: Sara Minami, Maeda Oshiro, Aoi Yamada, Atsuko Hirata, Junsei Motojima, K: Hideki Shima, JP 2025, 112 Min., japanische OmeU
ARGUMENTS IN FAVOR OF LOVE
R: Gabriel Abrantes, C: Jack Haven, Inês Castel-Branco, PT 2025, 9 Min., englische OF
So 15. Feb
20:00 Uhr
Filmprogramm mit Dorian Jespers’ Loynes und dem neuen Film der portugiesischen Filmemacherin Teresa Villaverde, Justa. Die Debatte findet im Format BRÜCKENSCHLAG statt, in dem die Regisseur*innen des Abends ausschließlich auf Gäste treffen, die nicht aus der Filmbranche oder der Filmkritik kommen.
Debattengäste u. a.: Edna Bonhomme, Dorian Jespers, Teresa Villaverde
LOYNES
R: Dorian Jespers, C: Elaine Collins, Vincenç Altaió, Johan Opstaele, Sheila Breen Rickerby, Margaret O’Kell, K: Arnaud Alberola, BE/FR/MK/GB 2025, 25 Min., engl./franz. OmeU
JUSTA
R: Teresa Villaverde, C: Betty Faria, Madalena Cunha, Filomena Cautela, Ricardo Vidal, Alexandre Batista, K: Acácio de Almeida, PT/FR 2025, 108 Min., portugiesische OmeU – Deutschlandpremiere
Mo. 16. Feb
20:00 Uhr
Filmprogramm mit Maria Petschnigs Beautiful and Neat Room und Hugs & Kisses von Marc Richter, der auch unter dem Namen Neue Deutsche Kunst bekannt ist. Für die Debatte im Format PUBLIKUMSJOKER wird ein*e Zuschauer*in mit aufs Podium gesetzt, um über die Filme des Abends zu sprechen.
Debattengäste u. a.: Maria Petschnig, Marc Richter
BEAUTIFUL AND NEAT ROOM
R: Maria Petschnig, C: Charlotte Aubin, Ari Brand, Adam Ratcliffe, Jefrey B. Wilkerson, Kevin Trinio Perdido, K: Jamal Solomon, AT/US 2025, 118 Min., englisches Original – Deutschlandpremiere
HUGS & KISSES
R: Neue Deutsche Kunst/Marc Richter, DE 2025, 11 Min., ohne Dialog
Di. 17. Feb
20:00 Uhr
Filmprogramm mit Dane Komljens Desire Lines und Margaux Fourniers If You Don’t Like It, Look Away. An unserem Abschlussabend wiederholen wir das Format des Auftakts: die STEILVORLAGE. Lucía Salas wird als Teil der Auswahlkommission gemeinsam mit den Filmemacher*innen und einem Gast auf dem Podium sitzen.
Debattengäste: Margaux Fournier, Dane Komljen, Martha Mechow, Lucía Salas
DESIRE LINES (LINIJE ŽELJE)
R: Dane Komljen, C: Ivan Čuić, Branka Katić, Petja Golec Horvat, Rok Juričić, Nadim Hendawi, K: Ivan Marković, Jenny Lou Ziegel, RS/BA/NL/HR/DE 2025, 107 Min., serbokroatische OmeU – Deutschlandpremiere
IF YOU DON’T LIKE IT, LOOK AWAY (AU BAIN DES DAMES)
R: Margaux Fournier, K: Théo Vincent Suzzoni, FR 2025, 30 Min., französische OmeU – Deutschlandpremiere
Die Woche der Kritik 2026 findet vom 9. bis zum 17. Februar 2026 statt. Das Filmprogramm beginnt am Dienstag, den 10. Februar, im Hackesche Höfe Kino.
Programmübersicht der Woche der Kritik 2026
Pressekit: Download
Pressekontakt: Gloria Reményi, presse@wochederkritik.de
Filmstill aus Arguments in Favor of Love (R: Gabriel Abrantes) © Portugal Film

